Mitglied seit: 05/2019

Aktiv in: AG2, AG3, AG4

www.umweltbundesamt.de/das-uba

Umweltbundesamt

Das Umweltbundesamtes (UBA) ist seit 1974 die zentrale Umweltbehörde des Bundes u.a. mit folgenden Aufgaben (s.a. https://www.umweltbundesamt.de/themen/was-macht-das-uba-eigentlich): • Wissenschaftliche Unterstützung des BMU in Angelegenheiten des Umweltschutzes, u.a. des Klima- und Immissionsschutzes, des Bodenschutzes, der Abfall- u. Wasserwirtschaft der Chemikaliensicherheit und gesundheitlicher Belange sowie des BMWi in Angelegenheiten der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz • Aufklärung der Öffentlichkeit in Umweltfragen, Betrieb des Informationssystems zur Umweltplanung sowie einer zentralen Umweltdokumentation, etc. • Eigenforschung und Fachbetreuung von Forschungsvorhaben des BMU/BMWi • Vollzug verschiedener Umweltgesetze • Mitwirkung in nationalen und internationalen Umweltgremien • internationale Beratungstätigkeit des UBA (insbesondere von Umweltministerien und -behörden in Schwellen- und Entwicklungsländern)

Das zentrale Anliegen des UBA ist der Schutz von Mensch und Umwelt. Hierfür setzt des UBA auch auf internationalen Umwelttechnologie- und Wissenstransfer, der vorrangig durch Beratung und Bereitstellung von Informationen erfolgt. Damit wird das Ziel verfolgt, den Umweltzustand insbesondere in S+E-Ländern zu verbessern, länderspezifische Konzepte für eine nachhaltige Abfallbewirtschaftung zu entwickeln und den Einsatz deutscher Technologien zu unterstützen. Um hierbei Synergien nutzen zu können, ist eine ressort- und akteursübergreifende Kooperation notwendig und eine Zusammenführung von Informationen über internationale Aktivitäten im Bereich der Kreislauf- und Abfallwirtschaft hilfreich. Dies umfasst nicht nur die Dokumentation der Umweltaktivitäten im Umweltressort, sondern auch die Aktivitäten weiterer Akteure. So ergibt sich die Möglichkeit, zukünftige Projekte bedarfsgerecht(er) zu konzipieren und sich projekt- und regionsbezogen vernetzen und ggf. gemeinsame oder aufeinander aufbauende Projekte für die Zukunft entwickeln zu können. Hier hoffen wir auf wichtige Impulse der Allianz.

Kreislaufwirtschaft ist Bestandteil der Daseinsvorsorge, dient dem Schutz der Umwelt und der menschlichen Gesundheit und trägt maßgeblich zur Schonung natürlicher Ressourcen, zur Rohstoffsicherung sowie zum Klimaschutz bei. Sie soll zur Reduzierung der lebenszyklusweiten negativen Auswirkungen sowohl von Materialien und Produkten (durch Einsparung von Primärmaterialien und Substitution insbesondere durch Sekundärmaterialien) als auch der Abfallerzeugung und Abfallbewirtschaftung beitragen. Dabei ist eine ökologisch wie ökonomisch tragfähige Kreislaufwirtschaft grundsätzlich auf eine solide Finanzierung angewiesen. Hierfür sollte u.a. die erweiterte Produktverantwortung (Verursacherprinzip) zur Finanzierung herangezogen werden. Kreislaufwirtschaft bedeutet für das UBA auch, dass Produktverantwortung nicht an nationalen Grenzen Halt macht, sondern angesichts des globalen Produktverkehrs eine globale Produktverantwortung ein diskussionswürdiger Aspekt ist. In Deutschland selbst stehen zur Bewältigung der verschiedenen Abfallströme hochwertige Entsorgungsverfahren zur Verfügung, deren Weiterentwicklung das UBA gefördert und begleitet hat. Deshalb unterstützt das UBA auch den internationalen Abfalltechnologietransfer, der (z.B. im Rahmen von Beratungsprojekten) gezielt an den Voraussetzungen für die Etablierung einer modernen Abfallwirtschaft ansetzt:

• Technologiebereitstellung und Einbindung in geeignete Entsorgungskonzepte

• Ausbau von Recycling/hochwertige Verwertung
• Stärkung des Umweltbewusstseins in der Bevölkerung
• Politischer Wille, insbesondere bezüglich des rechtlichen Rahmens und der Finanzierung.

Das übergeordnete entwicklungspolitische Ziel des UBA ist somit ein nachhaltiges Wirtschaften u.a. mit Blick auf eine weltweite Kreislaufwirtschaft, die sich grundsätzlich an der fünfstufigen Abfallhierarchie orientiert.