Mitglied seit: 08/2019

Aktiv in: AG Plastik

www.help-ev.de

Help e.V. – Hilfe zur Selbsthilfe

„Help – Hilfe zur Selbsthilfe“ ist eine deutsche Hilfsorganisation, die seit 1981 weltweit Menschen in Not schnell, nachhaltig und langfristig unterstützt. Die Leitlinien der Arbeit von Help ergeben sich aus den satzungsgemäßen Aufgaben des Vereins und werden näher definiert durch Vision und Mission unserer Hilfsorganisation. Unsere Vision ist eine Welt, in der Not, Armut und soziale Ungerechtigkeit überwunden sind und alle Menschen ihr Leben eigenständig meistern und in Würde, Frieden und Sicherheit selbstbestimmt leben können. Die Hilfe zur Selbsthilfe bestimmt unser Handeln. Wir unterstützen die eigenen Anstrengungen von Menschen, die von Krisen bedroht oder betroffen sind. Help sichert Lebensgrundlagen, verbessert die Lebensumstände und stärkt die Resilienz in Not geratener Menschen weltweit. Wir helfen umweltbewusst und unabhängig von Geschlecht, Ethnie, Religion, politischer Anschauung oder sexueller Orientierung. Dadurch leisten wir einen Beitrag zu nachhaltigem Wandel im Sinne unserer Vision. Getreu unserem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ initiieren wir in unseren Projektländern Programme, die Gemeinschaften dazu befähigen, für eine lebenswerte Zukunft aktiv zu werden. Ob Gründung von Recyclingzentren, die Aufwertung von Plastikmüll zu nützlichen Endprodukten oder Aufklärungskampagnen an Schulen – Entlastung der Umwelt und Einkommen schaffende Maßnahmen gehen hierbei Hand in Hand.

Eine Zukunft für Mensch und Umwelt zu schaffen kann nur gelingen, indem Menschen Verantwortung für den Schutz ihrer Umwelt übernehmen. Besonders in Entwicklungsländern gibt es häufig keine funktionierenden Abfallentsorgungssysteme und die Menschen wissen teilweise nicht, welche Folgen achtlos entsorgter Müll für Gesundheit und Ökosystem haben kann; Plastiktüten werden an jeder Ecke verschenkt, Müll wird einfach irgendwo abgeladen, auf legalen als auch illegalen Müllhalden. Kinder spielen im Müll, Hungernde suchen nach brauchbaren Resten, giftige Gase verseuchen ganze Stadtteile und gefährden das Leben der Menschen. Auch, dass viele Menschen sich nicht vor der Entsorgung von Schadstoffen in unmittelbarer Nähe ihres Wohnraums schützen können, trägt zu erheblicher Schädigung von Gesundheit und Umwelt bei. Der Müll zerstört so nach und nach die Lebensgrundlagen insbesondere der ärmsten Bevölkerungsgruppen und schließlich unseren Planeten. Dem möchten wir auch im Rahmen unserer Arbeit entgegenwirken.
Wenn die Vermeidung, Sammlung, Aufbereitung und Wiederverwendung von vermeintlichem Müll neue Lebensgrundlagen schaffen kann, dann sollte dies denjenigen Menschen zu Gute kommen, die am meisten von den gravierenden Nebenwirkungen der globalen Müllproduktion betroffen sind.
Je mehr Menschen von der Wiederverwertung von Müll profitieren und Müll somit zu einer Ressource wird, desto wirkungsvoller lassen sich die Verwertungskreisläufe von Plastik oder Elektroschrott schließen. Für partizipative, innovative Lösungen, die bedürftigen Haushalten zu Gute kommen, möchte Help sich in diesem Gremium einsetzen.

Als humanitäre Hilfsorganisation sind wir bisher nicht aktiv in Recyclingprozesse ganzer Regionen involviert. Wir erarbeiten aber mit und für bedürftige/n Bevölkerungsgruppen in diversen Projekten Recyclingprogramme, die diesen Menschen ein Einkommen sichert und sie für das Thema Müllvermeidung und -verwertung sensibilisiert. Solche Maßnahmen der Kleinwirtschaftshilfe werden von uns mit Trainings wie zum Beispiel Businessplanentwicklung, Buchhaltung, etc. kombiniert.
Hinsichtlich der Müllvermeidung arbeiten wir auch darauf hin den Einsatz von Verpackungsmaterial im Rahmen von Nothilfemaßnahmen, die oft mit kurzfristigen Verteilungen von Einzelgütern verbunden sind, zu minimieren. Als Querschnittsthema haben Recyclingansätze innerhalb des letzten Jahres in unserer Organisation erheblich an Bedeutung gewonnen. So werden inzwischen alle neuen Programmentwürfe im Bereich Livelihood auf Möglichkeiten zur Integration von Recyclingmaßnahmen geprüft. Auch wird zurzeit eine Capital Campaign entwickelt, die zum Ziel hat unterschiedliche Geber für Programme der Müllverwertung in Indonesien, Irak und Westafrika zu gewinnen.