Erstes Meeting des Steuerungskreises

Bonn • 28. Januar 2020

Erstes Meeting des Steuerungskreises

Die Mitglieder des PREVENT Steuerungskreises kamen am 28. Januar zum ersten Mal zusammen. In einem offenen Austausch lernten die Akteure sich kennen und besprachen Struktur, Ausgestaltung und strategische Ausrichtung der PREVENT. Optimistisch schauen sie nun auf die gemeinsamen Pläne in 2020.

Am 28. Januar hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zur konstituierenden Sitzung des PREVENT Steuerungskreises eingeladen. Neben dem persönlichen Kennenlernen, standen die strategische Ausrichtung sowie Vereinbarungen zu Rollen und Abläufen innerhalb der PREVENT im Vordergrund.

Die gewählten Vertreter*innen brachten ihre Perspektiven offen und zukunftsorientiert in die Diskussionen ein. Peter Kurth, Präsident vom BDE und Vertreter der Wirtschaftsgruppe, betonte beispielsweise, dass PREVENT dazu beitragen müsse, Kreislaufwirtschaft mehr in den Fokus der internationalen Zusammenarbeit zu rücken. Claudia Bunkenborg von der German ReTech Partnership ergänzte diesen Standpunkt durch die Forderung nach einem gemeinsamen Verständnis und Committment bezüglich der Verantwortung der verschiedenen Akteure in der Kreislaufwirtschaft.

Bei einem zentralen Punkt sind sich die Mitglieder des Steuerungskreises einig: 2020 soll der Schwerpunkt auf der Umsetzung von konkreten Pilotprojekten in Entwicklungs- und Schwellenländern liegen. Hier bot der Oberbürgermeister der Stadt Bonn, Ashok Sridharan, an, sich auch an Projekten der Stadt Bonn zu Abfallvermeidung ein Beispiel zu nehmen.

Als Vertreterin der Zivilgesellschaft betonte Simone Walter von Help e.V., dass es wichtig sei, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Otmar Deubzer von UNU SCycles und Vertreter der Wissenschaft legte besonderen Wert darauf, dass die Pilotprojekte langfristig gedacht werden, damit sie auch über die Förderzeiträume hinaus weiterlaufen.

Das Rad müsse die PREVENT Abfall Allianz aber nicht neu erfinden, brachte Andreas Jaron, Referatsleiter im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), ein. Stattdessen solle man sich bei der Umsetzung von Projekten an den vielen bereits existierenden Leitfäden wie denen der Basel Konvention orientieren und mit relevanten Netzwerken in Austausch treten.

Mit dieser ersten Sitzung hat der Steuerungskreis nun offiziell sein Amt übernommen. Die Mitglieder waren sich einig, dass sie optimistisch auf die gemeinsamen Pläne in 2020 schauen und sich auf die Sektor-übergreifende Zusammenarbeit freuen.

Ingolf Dietrich, Unterabteilungsleiter im BMZ, ermutigte den Steuerungskreis dazu, die “verschiedenen Perspektiven zu respektieren und sich diese Vielfalt zu Nutzen zu machen, um innovative Lösungsansätze für das globale Abfallproblem zu entwickeln”.