Mitglied seit: 05/2019

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Deutscher Industrie- und Handelskammertag

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) übernimmt als Dachorganisation im Auftrag und in Abstimmung mit den Industrie- und Handelskammern (IHKs) die Interessenvertretung der gewerblichen deutschen Wirtschaft gegenüber den Entscheidern der Bundespolitik und den europäischen Institutionen. Unterstützung leistet dabei die Projektgesellschaft DIHK Service GmbH. Im Unterschied zu anderen Organisationen der Wirtschaft, besonders den Branchenverbänden, kann sich der DIHK dabei auf eine breite Grundlage stützen: 3,6 Millionen gewerbliche Unternehmen aller Branchen und Größenklassen sind gesetzliche Mitglieder der IHKs. Der dadurch notwendige Ausgleich der Interessen macht den DIHK unabhängig von Einzelinteressen und schafft ein besonderes Gewicht gegenüber Politik, Behörden und Institutionen. Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) nehmen als eigenverantwortliche öffentlich-rechtliche Körperschaften der wirtschaftlichen Selbstverwaltung das Gesamtinteresse der ihnen zugehörigen Unternehmen gegenüber Kommunen, Landesregierungen sowie Politik und Öffentlichkeit wahr. Die Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) fördern die außenwirtschaftlichen Beziehungen der deutschen Wirtschaft an 140 Standorten in 92 Ländern weltweit.

Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz gehören zu den großen globalen Herausforderungen unserer Zeit. Gerade Entwicklungs- und Schwellenländer kämpfen mit Gewässer-, Boden- und Luftverschmutzung, mit Wasserknappheit und wachsenden Abfallmengen. Einen Beitrag zur Bewältigung dieser Herausforderungen leisten „grüne“ Technologien, Verfahren und Produkte – Bereiche, in denen deutsche Unternehmen exzellent aufgestellt sind und auf eine breite Wissens- und Erfahrungsbasis zurückgreifen können. Deshalb verbessert der Einsatz für mehr Umwelt- und Klimaschutz zugleich Absatzchancen im Ausland für deutsche Umwelttechnologien.
In verschiedenen Projekten setzt sich das deutsche Kammernetz für die Förderung von Technologie- und Know-how-Transfer ein. Bei bilateralen und multilateralen Projekten ist ein starkes Netzwerk wichtig. Die deutschen Auslandshandelskammern sind durch ihre Kontakte und ihre Expertise vor Ort die ersten Ansprechpartner für Marktentwicklungen und -potenziale im Ausland. Dies gilt insbesondere für wachsende Märkte wie den der Umwelttechnologien.
In der PREVENT Abfall Allianz kommen Stakeholder und Wissensträger entlang der „Wertschöpfungskette“ der Kreislaufwirtschaft zusammen. Gemeinsam mit Partnern aus In- und Ausland können Umweltprobleme und Bedarfe konkretisiert sowie Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. So können Projekte identifiziert und umgesetzt werden, in denen dazu beigetragen wird, weltweit Umweltbedingungen zu verbessern und gleichzeitig die Sichtbarkeit für GreenTech „Made in Germany“ zu erhöhen.

Die Förderung einer Kreislaufwirtschaft ist in Deutschland seit Jahrzehnten ein wichtiger Teil der Umweltpolitik und damit auch Tagesgeschäft für DIHK und IHKs. In 79 Kammern in Deutschland unterstützen Kolleginnen und Kollegen ihre Mitgliedsunternehmen (u.a.) in den Themen Abfall- und Energiemanagement, Zertifizierungen und im Umgang mit nationaler und europäischer Gesetzgebung. Die Förderung beruflicher Bildung und Weiterbildungen im Umweltbereich sind weitere wichtige Standbeine der Kammerarbeit. Darüber hinaus finden sich unter den Mitgliedern der IHKs viele Unternehmen aus dem Abfallsektor und angrenzenden Branchen, für die neben national verlässlichen Rahmenbedingungen auch internationale Märkte von Interesse sind und von deren Expertise auch Partner in anderen Ländern profitieren können. Daher ist für uns Kreislaufwirtschaft aus gleich mehreren Perspektiven von großem Interesse und wir unterstützen Bestrebungen, im Rahmen von Multiakteurspartnerschaften und -netzwerken wie PREVENT nachhaltiges Engagement im Thema Abfallmanagement voranzutreiben.