Call for Solutions

Gemeinsam für eine krisenresiliente Kreislaufwirtschaft

Die PREVENT Abfall Allianz sucht nach innovativen, nachhaltigen Lösungsansätzen für den Aufbau einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft in Entwicklungs- und Schwellenländern. Dabei liegt ein Fokus auf Projektideen, die die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie mindern oder die Resilienz gegenüber zukünftigen Krisen erhöhen.

In Anlehnung an die Ziele der PREVENT Abfall Allianz sollen die Lösungsansätze dazu beitragen, dass Abfälle minimiert, Schadstoffe eliminiert und Ressourcen im Kreislauf geführt werden, indem die Expertise verschiedener PREVENT Mitglieder vereint wird. Die Lösungen sollen auf die Bedarfe von Entwicklungs- und Schwellenländer zugeschnitten sein und nachhaltige Ansätze für Abfall- und Kreislaufwirtschaft vorschlagen.

Die ausgewählten Pilotprojekte sollen daher messbare Wirkungen in folgenden Bereichen erzielen:

  • Abfallvermeidung
  • Wiederverwendung
  • Recycling
  • Aufbau institutioneller und personeller Kapazitäten
  • Bewusstseinsbildung
  • Regulatorische Rahmenbedingungen

Der Fokus liegt auf Kunststoffverpackungen, Einwegkunststoffen und Elektro- und Elektronikaltgeräten.

Wer kann teilnehmen?

Mitglieder der PREVENT Abfall Allianz (Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft sowie öffentliche Institutionen) in Zusammenarbeit mit Organisationen aus Partnerländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.

 

Finanzielle Beiträge

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) wird über das Sekretariat der PREVENT Abfall Allianz (GIZ) Pilotprojekte mit finanziellen Beiträgen zwischen 100.000 EUR und 200.000 EUR pro Vertragspartner unterstützen.

Das Sekretariat der PREVENT Abfall Allianz wird digitale Fragerunden anbieten und die Projektteams auf Anfrage individuell beraten.

Eine gemeinnützige Organisation ist berechtigt, sich für die Ausschreibung zu bewerben, wenn es sich um eine öffentlich-rechtliche Institution, einen als gemeinnützig anerkannten Empfänger handelt oder wenn ihre Aktivitäten einen gemeinnützigen Zweck verfolgen. Es ist zu beachten, dass Organisationen in Entwicklungs- und Schwellenländern als gemeinnützig eingestuft werden, wenn ihr Projekt eine entwicklungspolitische Wirkung hat oder ihre Aktivitäten gemeinnützig sind.

Eine gewinnorientierte Organisation kann sich für die Ausschreibung bewerben, wenn es sich um ein registriertes privatwirtschaftliches Unternehmen (deutsche, internationale, lokale und regionale Unternehmen im Partnerland) handelt, das ein partnerschaftliches Projekt mit entwicklungspolitischer Wirkung finanziert, plant und umsetzt.

Kriterien für Pilotprojekte

  • Teams bestehen aus mindestens zwei PREVENT Mitgliedern und einem lokalen Partner.
  • Die Zuständigkeiten der Teammitglieder/Partnerorganisationen müssen klar definiert sein. Es muss erkennbar sein, dass das Team über ausreichende personelle und fachliche Kapazitäten verfügt, um das Projekt umzusetzen.
  • Ein Pilotprojekt kann mehrere Verträge beinhalten – direkt mit der GIZ oder zwischen den TeammitgliedernPartnerorganisationen.

 

  • Klare Beschreibung der erwarteten Ergebnisse und inwiefern das Projekt zum Ziel der PREVENT Abfall Allianz und ihrer Arbeitsgruppen beiträgt.
  • Innovativer, integrierter Ansatz, der folgende Punkte berücksichtigt:
    • Prioritäten der Entwicklungszusammenarbeit (z.B. Krisenresilienz, Beschäftigung, Einbeziehung des informellen Sektors, Gender)
    • Bedürfnisse und Kontext des Partnerlandes und der Projekt-Zielgruppe
    • Skalierbarkeit des Projekts
  • Das Projektkonzept soll sich auf Partnerländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit beziehen, unter anderem jedoch nicht beschränkt auf die folgende Länderliste:
    • Afrika: Algerien, Ägypten, Äthiopien, Jordanien, Marokko
    • Asien: Bangladesch, Kambodscha, Indien, Indonesien, Vietnam
    • Lateinamerika: Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Mexiko, Peru
    • Europa: Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Moldau, Serbien, Ukraine
  • Berücksichtigung möglicher Herausforderungen und Nachhaltigkeitsrisiken des Pilotprojekt während und nach der Implementierung.

Nach Auswahl eines Pilotprojekts stehen je nach Rechtsform der Projektteam-Mitglieder verschiedene Vertragsoptionen zur Verfügung.

Gemeinnützige Organisationen können entweder direkte Vertragspartner der GIZ sein oder von einem anderen (gewinnorientierten oder gemeinnützigen) Mitglied des Projektteams unterbeauftragt werden. Bei einem Vertrag mit der GIZ:

  • Erfolgt eine Bewertung der administrativen Eignung der potenziellen Empfängerorganisation. Dies beinhaltet eine Beurteilung der Rechtsform der Organisation, des Gemeinnützigkeitsstatus, des Buchhaltungssystems, der Auftragsvergabeverfahren, der internen und externen Kontrollen und der bisherigen Erfahrungen.
  • Eine Projektbeschreibung und ein detaillierter Budgetplan müssen eingereicht werden.

Gewinnorientierte Organisationen können entweder direkte Vertragspartner der GIZ sein oder von einem anderen (gewinnorientierten oder gemeinnützigen) Mitglied des Projektteams unterbeauftragt werden.
Die folgenden Szenarien sind möglich:

  • Wenn ein oder mehrere gewinnorientierte Unternehmen einen Eigen- oder Sachbeitrag von mindestens 50% der Projektkosten beitragen können, kann eine Entwicklungspartnerschaft zwischen der GIZ und dem/n Unternehmen eingegangen werden. Das oder die Unternehmen werden aufgefordert, eine Projektbeschreibung und einen detaillierten Budgetplan vorzulegen.
  • Maßnahmen, die von gewinnorientierten Organisationen ohne Eigenbeitrag durchgeführt werden, müssen immer ein Ausschreibungsverfahren durchlaufen. Zu beachten ist, dass dies auch dann der Fall ist, wenn ein anderes Mitglied des Projektteams einen Unterauftrag vergibt. Das kurze Projektkonzept wird veröffentlicht, damit die Antragsteller ihr technisches und finanzielles Angebot einreichen können.

 

Verfahren und Zeitplan

Bewerbung

Mai-Juni 2020

Einsendeschluss für Bewerbungen: 26. Juni 2020

Das Sekretariat der PREVENT Abfall Allianz wird digitale Fragerunden anbieten, Projektteams beraten und verschiedene Austauschformate bereitstellen.

Auswahl

Juli 2020

Das Sekretariat der PREVENT Abfall Allianz wird in enger Zusammenarbeit mit dem Steuerungskreis und dem BMZ als Auftraggeber über die eingereichten Pilotprojekte entscheiden und sie im Juli bekanntgeben.

Vertragsabschluss

Ab August 2020

Die ausgewählten Projektteams werden gebeten, detaillierte Projektbeschreibungen und Budgetpläne einzureichen. Die GIZ arbeitet die Verträge gemäß der Empfängerorganisation und den internen Beschaffungs- und Vertragsbestimmungen aus.

Implementierung

Bis Juni 2022

Die Projektumsetzung kann mit Vertragsabschluss beginnen und muss bis spätestens Juni 2022 beendet sein.

Frist und Ansprechpartner

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbungen!

  1. Bewerbungsformular herunterladen.
  2. Alle relevanten Informationen eintragen.
  3. Ihren Lösungsvorschlag einreichen an contact@prevent-waste.net  – Einsendeschluss ist der 26. Juni 2020.