Ressourcen schonen & Kreisläufe für Verpackungen schließen

Ressourcen schonen & Kreisläufe für Verpackungen schließen

Arbeitsgruppe

Strategien entwickeln und umsetzen: Plastik reduzieren, recyceln, wiederverwerten und wo möglich durch alternative Materialien ersetzen.

Plastik ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Auf der einen Seite praktisches, vielseitiges und hygienisches Material; auf der anderen Seite Abfall in unserer Umwelt mit unbekannten Folgen für die Gesundheit der Menschen, Einwegverpackungen das Symbol unserer Wegwerfgesellschaft. Wir wollen gemeinsam was verändern.

Vertreter von Unternehmen, Zivilgesellschaft, Politik und Wissenschaft erarbeiten gemeinsam Best-Practices zu Vermeidung von Plastik und Guidelines für den Einsatz von Sekundärkunststoffen und alternativen Materialien. Ziel ist es, diese Maßnahmen pilothaft mit unseren Partnerländern umzusetzen.

Verpackungsabfällen einen Wert geben; Plastikabfälle sammeln, wiederverwerten und einen funktionierenden Stoffkreislauf etablieren.

Die globale Plastikproduktion wächst rasant an. Im Jahr 2017 wurden knapp 350 Millionen Tonnen Plastik produziert – 2005 waren es noch 230 Millionen Tonnen. Etwa 25-40 % davon dient für kurzlebige Verpackungen. Lebensmittel und Waren aller Art sind so länger haltbar und besser transportierbar. In vielen Ländern landet jedoch ein großer Teil der Kunststoffverpackungen in der Umwelt statt im Recycling.

Diese Arbeitsgruppe erarbeitet gemeinsam Ansätze für die Sammlung und Verwertung von Verpackungsabfällen. Sie entwickelt einen Werkzeugkasten, um Verpackungshersteller, Konsumgüterindustrie und Handel mit in die Verantwortung zu nehmen. Dieser hilft beim Aufbau von Sammel- und Verwertungssystemen, die sich am Prinzip der erweiterten Produzentenverantwortung orientieren.

Ziele der Arbeitsgruppe

Ziel ist der nachhaltige Umgang mit dem Werkstoff Plastik und eine Optimierung des bisherigen Stoffkreislaufes. Wir wollen die Vermeidung von Plastikabfall weltweit effektiv voranbringen.

Wir wollen Kunststoffrecycling fördern, insbesondere den Einsatz von recyceltem Plastik in neuen Produkten. Wir wollen Handlungsempfehlungen für Akteure entwickeln und in die Umsetzung gehen.

Wir wollen ein Bewusstsein für den Wert von Verpackungsmaterialien schaffen und einen funktionierenden Stoffkreislauf etablieren.
Wir wollen, dass Abfall als Ressource gesehen wird.
Wir wollen den Aufbau funktionierender Rücknahme- und Recyclingsysteme für Verpackungsabfälle unterstützen und Anreize für Bürgerinnen und Bürger schaffen, sich daran zu beteiligen.
Wir wollen informelle Arbeiterinnen und Arbeiter sowie Recyclingunternehmen miteinbeziehen.

Aufgabenschwerpunkt

Die Arbeitsgruppe erstellt konkrete Guidelines und Handlungsempfehlungen. Dafür sammelt und dokumentiert sie Forschungsergebnisse und Erfahrungen aus verschiedenen Perspektiven rund um das Thema Plastikvermeidung, Sekundärrohstoffe und Alternativmaterialien

Das Wissen um Einzellösungen ist vorhanden. Dieses muss ganzheitlich zusammengebracht und konsequent in die Tat umgesetzt werden. Nur so kann die Verschmutzung der Weltmeere durch Plastik gestoppt und die Gesundheit von Mensch und Tier geschützt werden.

Die auf dieser Wissensgrundlage erstellten Guidelines werden an die spezifischen Bedingungen in ausgewählten Partnerländern angepasst und in Pilotprojekten umgesetzt. So finden die Maßnahmen ihren Weg vom Planungspapier in die reale Umsetzung.

Die Arbeitsgruppe erstellt außerdem eine Toolbox für Sammel-, Sortier- und Recyclingsysteme. Dafür orientiert sie sich an Analyseergebnissen von Recyclingsystemen verschiedener Länder. Erweiterte Produzentenverantwortung, Anreizsysteme für Bürgerinnen und Bürger sowie die Integration des informellen Sektors stehen dabei im Mittelpunkt.

Um eine langfristige Veränderung im Umgang mit Abfall herbeizuführen, müssen bestehende Kreislaufsysteme weltweit etabliert werden. Erweiterte Produzentenverantwortung ist dabei eine Schlüsselidee.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Vernetzung von Expertinnen und Experten aus verschiedenen Ländern und der Kooperation mit Partnern in Afrika und Asien. Verbindungen zu dort ansässigen Wirtschaftsverbänden und Netzwerken werden ausgebaut und intensiviert. In Modellprojekten werden schließlich die passenden Werkzeuge angewandt, um für den lokalen Kontext passende Kreislaufwirtschaftssysteme für Kunststoffverpackungen auf- und auszubauen.

Um eine weltweit funktionierende Kreislaufwirtschaft zu etablieren, muss über Landesgrenzen hinweg gedacht werden. Die Arbeitsgruppe ermöglicht daher den Austausch unter Expertinnen und Experten aus verschiedenen Ländern durch Konferenzen und Workshops. Eine Bestandsaufnahme bestehender Initiativen bildet die Grundlage, um erprobte Werkzeuge länderspezifisch anzupassen und neue Initiativen zu starten.

Die Arbeitsgruppe erstellt einen „Werkzeugkasten“ für die Sammlung und Verwertung von Verpackungsabfällen basierend auf Analysen von Beispielen in verschiedenen Ländern. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie Systeme der erweiterten Produzentenverantwortung auf- und ausgebaut werden können. Das heißt konkret: Unternehmen, die verpackte Waren auf den Markt bringen, beteiligen sich an der Finanzierung und der Organisation von Sammlung und Verwertung des Verpackungsabfalls. Berücksichtigt werden hierbei vor allem gesetzliche Rahmenbedingungen, Anreizsysteme für Bürgerinnen und Bürger und die Integration des informellen Sektors. Die Toolbox bietet Raum zur Diskussion während der Planungsphase und Orientierung bei Modellprojekten und Dialog-Prozessen.

Gute Konzepte allein reichen nicht. Vielmehr braucht es Menschen, die Verpackungsabfälle auch tatsächlich einsammeln und recyceln. Auch braucht es Bürgerinnen und Bürger, die Plastikabfall in dafür vorgesehene Sammelbehälter legen statt ihn auf die Straße zu werfen oder ihn zu verbrennen. Dafür kooperiert die Arbeitsgruppe mit Partnern in Afrika und Asien, welche die gleichen Ziele verfolgen. Sie nutzen dafür bestehende Netzwerke, bauen Kooperationen aus und stimmen sich mit anderen Initiativen ab. Auch informelle Abfallarbeiterinnen und Arbeiter sowie Recyclingunternehmen werden dabei einbezogen und Potentiale des sozialen Unternehmertums genutzt.

Um einen schonenden Umgang mit dem Wertstoff Plastik zu erreichen, werden konkrete Handlungsempfehlungen zur Vermeidung von Plastikabfall entlang der Wertschöpfungskette entwickelt. Die Arbeitsgruppe trägt bereits vorhandene Best-Practice Ansätze aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, wertet sie aus und dokumentiert sie. Der Wissensaustausch zwischen unterschiedlichen Akteuren erweitert das bestehende Know-How. Auf dieser Grundlage werden Guidelines erarbeitet und neue Aktivitäten initiiert: etwa Awareness-Raising Kampagnen zur Vermeidung von Plastikverpackung.

Die Arbeitsgruppe erstellt Guidelines, um den Einsatz von verschiedenen Sekundärkunststoffen und alternativer Materialien zu analysieren. Das notwendige wissenschaftliche Fundament bilden Studien zu Verpackungsarten, deren Zusammensetzung, Wert und Verwendungszwecken. Internationale Stoffströme und -märkte werden analysiert und die Materialeinsätze auf Wirtschaftlichkeit und technische Machbarkeit in den Partnerländern hin überprüft und angepasst. Im Zentrumsteht der Austausch zu Ideen für neue Geschäftsmodelle, diese zu überführen und so den Sprung in die konkrete Umsetzung zu vollziehen.

Kontakt & Ansprechpartner

Helmut Schmitz

Helmut Schmitz

Duales System - Der Grüne Punkt

+49 (0)2203 937 253

Helmut.Schmitz@gruener-punkt.de

Christina Jäger

Christina Jäger

Yunus Environment Hub

+49 (0)176 87424027

Christina.Jaeger@yunuseh.com

Dr. Henning Wilts

Dr. Henning Wilts

Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH

+49 (0)202 2492 139

henning.wilts@wupperinst.org

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