Neue PREVENT-StEP Arbeitsgruppe zur Umsetzung des Basler Übereinkommens

Global • 31. März 2021

Neue PREVENT-StEP Arbeitsgruppe zur Umsetzung des Basler Übereinkommens

Nach einem ersten Austausch mit dem Sekretariat des Basler Übereinkommens im Februar über die Herausforderungen, die durch Notifizierungsverfahren für die grenzüberschreitende Verbringung von Elektroschrott entstehen, haben PREVENT und StEP eine allianzübergreifende Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um Erfahrungen von Mitgliedern in verschiedenen Ländern zu sammeln. Ziel ist es, Wege zur Verbesserung der Umsetzung auf lokaler Ebene zu finden und den Transport zu qualifizierten Recyclinganlagen im Ausland zu erleichtern.

Im Februar fand ein erster gemeinsamer Austausch der PREVENT Elektroschrott-Arbeitsgruppe mit Mitgliedern der Solving the E-Waste Problem (StEP) Initiative und dem Sekretariat des Basler Übereinkommens zu den Herausforderungen durch Notifizierungsverfahren für die grenzüberschreitende Verbringung von Elektroschrott statt. Das Basler Übereinkommen befasst sich mit der Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung von gefährlichen Abfällen und anderen Abfällen weltweit. Es zielt darauf ab, Exporte und Entsorgung von gefährlichen Abfällen und anderen Abfällen aus Entwicklungs- und Schwellenländern zu stoppen, in denen es keine Möglichkeit gibt, diese zu behandeln. Damit die grenzüberschreitende Verbringung von gefährlichen Abfällen und anderen Abfällen stattfinden kann, müssen die zuständigen Behörden in jedem Transit-/Bestimmungsland über ein PIC-Verfahren (Prior-Informed Consent) informiert werden. Wenn das PIC-Verfahren effektiv umgesetzt wird, trägt es dazu bei, den illegalen Handel mit Elektroschrott und das Abladen von Elektroschrott zu verhindern.
Aufgrund der Art und Weise, wie das Basler Übereinkommen in den verschiedenen Ländern umgesetzt wird, sowie der unterschiedlichen Ressourcen und Kapazitäten bei den zuständigen Behörden und Wirtschaftsbeteiligten kann es jedoch auch für Recycler mit Sitz in Entwicklungs- und Schwellenländern eine große Herausforderung sein, vorverarbeitete E-Schrottfraktionen zu qualifizierten Recyclinganlagen zu transportieren, wo sie umweltgerecht entsorgt werden können.

Aufgrund des großen Interesses an dem Thema haben PREVENT und StEP eine allianzübergreifende Arbeitsgruppe initiiert, um Erfahrungen von Mitgliedern in verschiedenen Ländern zu sammeln. Ziel ist es, Wege zur Verbesserung der Umsetzung auf lokaler Ebene zu finden und den Transport zu qualifizierten Recyclinganlagen im Ausland zu erleichtern. Diese Arbeitsgruppe soll Licht in dieses Thema bringen, das Bewusstsein schärfen und die Situation in den Partnerländern verbessern. Mitglieder von PREVENT und StEP werden Erfahrungen sammeln und gute und schlechte Praktiken diskutieren, um mögliche Wege zur Überwindung von Herausforderungen und zur Verbesserung des Prozesses zu identifizieren. Dies wird in Zusammenarbeit mit dem Sekretariat des Basler Übereinkommens und seinen regionalen Zentren geschehen und hoffentlich Beiträge für deren Programme zum Aufbau von Kapazitäten liefern.

Diese Arbeitsgruppe markiert einen neuen Meilenstein in der Zusammenarbeit zwischen der Elektroschrott-Arbeitsgruppe der PREVENT Waste Alliance und der StEP Initiative. Sowohl PREVENT als auch StEP sind Multi-Akteurs-Partnerschaften mit dem Ziel, E-Schrott-Herausforderungen durch Wissensaustausch und Entwicklung von Lösungen weltweit zu adressieren.
Bislang wurden Synergien und Auswirkungen durch einen engen Austausch zwischen den Initiativen durch die Position von StEP im Beratungsgremium der PREVENT Waste Alliance und die aktive Teilnahme an der PREVENT Elektroschrott-Arbeitsgruppe sichergestellt. Gleichzeitig ist die E-Schrott-Koordination des PREVENT-Sekretariats – vertreten durch die GIZ – langjähriges Mitglied in der StEP Initiative und seit ca. 4 Jahren auch im Kontrollausschuss von StEP vertreten.
Während einige Mitglieder in beiden Initiativen sind, kann das erweiterte Netzwerk viele Vorteile bieten. Durch Initiativen wie gemeinsame Arbeitsgruppen glauben wir, dass wir gemeinsam mehr Wirkung erzielen und unsere gemeinsamen Ziele erreichen können. Wir freuen uns auf die stärkere Zusammenarbeit zwischen unseren Initiativen und unseren Mitgliedern!